So können Partner:innen bei PMS unterstützen

4 Min. Lesezeit

PMS und PMDS können körperliche und seelische Beschwerden verursachen, die für die betroffene Person sehr herausfordernd sein können. Oft leidet auch die Partnerschaft daran. Wenn du weißt, wie du unterstützen kannst, könnt ihr diese Phase gemeinsam gut durchstehen.

Was ist PMS überhaupt und was passiert im Körper?

Hormonelle Veränderungen vor der Periode

PMS steht für „Prämenstruelles Syndrom“. Dabei treten Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte auf, also vor der Menstruation. Sind vor allem die psychischen Symptome besonders stark, spricht man von PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung). Sowohl PMS als auch PMDS beschreiben eine ganze Reihe an körperlichen und emotionalen Symptomen, die von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen können.

Dafür verantwortlich sind vermutlich hormonelle Schwankungen – insbesondere von Östrogenen und Progesteron – die im Laufe des Zyklus auftreten. Diese Schwankungen wirken nicht nur auf den Körper, sondern beeinflussen auch Botenstoffe im Gehirn, wodurch auch Stimmung, Energie und das innere Gleichgewicht stark verändert werden können. Bei manchen Betroffenen führen diese Schwankungen zu intensiveren Reaktionen, bei anderen nur zu leichten.

PMS und PMDS sind also keine Einbildung oder Überreaktion, sondern erklärbare, medizinisch relevante Diagnosen. Die hormonellen und psychischen Veränderungen können den Alltag und auch die Partnerschaft spürbar beeinflussen. Ein Verständnis dafür hilft, empathisch zu reagieren und die Partnerperson in dieser Zeit bestmöglich zu unterstützen.

Wie fühlt sich PMS für Betroffene an?

Typische PMS-Symptome

Die Erfahrungen mit PMS und PMDS sind sehr individuell, weil jeder Körper anders auf die hormonellen Veränderungen reagiert. Während einige Personen starke psychische und/oder körperliche Reaktionen in der zweiten Zyklushälfte bemerken, spüren andere nur wenig.

Die PMS-Symptome können von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich intensiv ausfallen. Das ist völlig normal. Mit einer digitalen Begleitung, wie zum Beispiel der isi-App, lassen sich wiederkehrende Symptome und ihre möglichen Auslöser erkennen. So lässt sich besser nachvollziehen, was hilfreich ist und wie sich die Beschwerden gemeinsam angehen lassen.

Typische körperliche Symptome bei PMS/PMDS sind zum Beispiel:

  • Brustspannen
  • Wassereinlagerungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Hautprobleme
  • Verdauungsbeschwerden
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit

Typische mentale Symptome bei PMS und vor allem PMDS sind:

  • Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit
  • Traurigkeit, depressive Verstimmungen, Angstgefühle
  • Erschöpfung und Antriebslosigkeit
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Veränderte Selbstwahrnehmung

Wie Unterstützung im Alltag konkret aussehen kann

5 Dinge, die in der PMS-Zeit helfen können

Unterstützung und das richtige Verständnis können in der PMS-Phase einen großen Unterschied machen. Viele Betroffene erleben nämlich, dass ihre Beschwerden heruntergespielt werden. Mit diesen 5 Tipps kannst du dein:e Partner:in unterstützen und gleichzeitig eine neue Form der Nähe in eurer Beziehung schaffen.

  1. Gefühle ernst nehmen. Wenn aus dem Nichts eine emotionale Reaktion kommt, nimmst du das vielleicht erstmal persönlich. Das ist normal. Denk aber dran: Das ist ein Symptom. Oft hilft es, einfach zuzuhören, ohne die Emotionen zu bewerten oder sofort Lösungen anzubieten.
  2. Verständnis für den Zyklus zeigen. Wenn du weißt, welche Phasen im Zyklus mit welchen Merkmalen verbunden sind, kannst du deine Partnerperson optimal unterstützen – und auch mit mehr Geduld und Gelassenheit reagieren.
  3. Vorausschauend planen. Verschiebt in dieser Zyklusphase nach Möglichkeit anstrengende Aktivitäten oder stressige Termine und plant lieber entspannte Abende oder ruhige Zeiten ein, die auf das Energieniveau deiner Partnerperson abgestimmt sind.
  4. Gemeinsam herausfinden, was hilft. Du kannst aktiv mitbeobachten, was Entlastung bringt und dich in die Recherche einbringen. Viele Tipps zur Linderung der Beschwerden finden sich auch in der isi-App. Auch bei medizinischen Entscheidungen kannst du dich interessiert zeigen. So muss niemand die PMS-Reise alleine gehen.
  5. Kleine Gesten im Alltag. Zum Beispiel an schwierigen Tagen eine Wärmflasche bereitstellen, einen Verdauungs-Tee vorbereiten oder kleine Hilfen anbieten, die kurzfristig Erleichterung verschaffen.

Kommunikation, die unterstützt und Konflikte vermeidet

In der PMS-Phase können Gespräche schnell zu Konflikten führen, weil Emotionen manchmal überkochen. Offene Kommunikation hilft, bestimmten Reaktionen mit Verständnis zu begegnen.

Ein erster Schritt ist, die Reaktion deiner Partnerperson ernst zu nehmen. Du könntest zum Beispiel sagen: „Ich sehe, dass es gerade schwierig für dich ist. Was kann ich tun?“

Weitere unterstützende Gesprächsanfänge könnten sein:

  • „Möchtest du darüber reden, wie es dir geht?“
  • „Hilf mir zu verstehen, was gerade in dir vorgeht.“
  • „Was würde dir diese Woche etwas leichter machen?“

Manche Formulierungen sind vielleicht nicht so gemeint, können aber Distanz statt Verständnis schaffen. Zum Beispiel:

  • „Schon wieder PMS?“
  • „Du bist normalerweise nicht so.“
  • „Du übertreibst immer!“

Wir neigen oft dazu, eine Aussage auf eine gewisse Weise zu interpretieren. Dabei ist es meistens hilfreicher, nachzufragen. Wie war das gemeint? Welches Gefühl steckt dahinter? Versuche wirklich, aktiv zuzuhören, anstatt immer gleich Ratschläge zu geben.

Und vergiss dabei nicht, auf dich selbst zu achten. Respektiere deine eigenen Grenzen, damit du langfristig empathisch und präsent bleiben kannst.

isi-App: Digitale Hilfe für Betroffene

Eine digitale Begleitung hilft Betroffenen dabei, ihre PMS/PMDS-Symptome zu verstehen und individuell damit umzugehen. Aktivitäten und Symptome zu tracken kann einen großen Unterschied machen und für mehr Verständnis sorgen. Zum Beispiel so: Wenn ich in der PMS-Zeit regelmäßig Entspannungsübungen mache, fahren meine Emotionen nicht so sehr Achterbahn.

Die isi-App ist eine gute Unterstützung, um mehr über PMS und PMDS zu erfahren und gleichzeitig die eigenen Beschwerden zu tracken und zu lindern.

Wenn dein:e Partner:in mehr erfahren möchte, gibt es hier weitere Informationen.

Unterstützung
bei PMS & PMDS

Mit der kostenfreien isi-App

  • ✓ Beschwerden besser verstehen
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